self_development Beim Thema nonverbale Kommunikation im Team stolpere ich immer wieder über diese feine Linie zwischen der Expertise, die eine Lehrperson reinbringt, und dem Raum, den Teilnehmende brauchen, um wirklich eigene Wege zu finden. Einerseits gibt’s die Grundlagen – Mimik, Gestik, räumliche Nähe – die einfach sitzen müssen, bevor man überhaupt über komplexere Anwendungen sprechen kann. Aber ehrlich, gerade im echten Austausch kommt es selten vor, dass alles so läuft wie im Lehrbuch. Vieles entwickelt sich erst, wenn die Leute anfangen, selbst zu experimentieren. Und ja, manchmal gibt es Frust, weil Unsicherheiten aufkommen oder man das Gefühl hat, die eigene Körpersprache „passt nicht ins Konzept“. Das ist ganz normal – und vielleicht sogar wichtiger als jeder perfekte Ablauf, weil gerade daraus am Ende eine authentische Sicherheit wächst. Was mich immer wieder überrascht: Wie sehr sich Selbstvertrauen und Fachlichkeit gegenseitig beeinflussen. Es gibt diesen Moment, in dem jemand merkt, dass er nicht nur „richtig“ mit den Händen spricht, sondern dass das Team plötzlich ganz anders reagiert. Das ist schwer zu beschreiben, aber wenn ich ehrlich bin, sehe ich das meistens eher in den kleinen, fast übersehenen Situationen – etwa, wenn ein zurückhaltendes Teammitglied zum ersten Mal durch eine kleine Veränderung in der Körpersprache Gehör findet. Klar, es gibt viele Missverständnisse, besonders wenn Leute denken, nonverbale Kommunikation sei nur „Körpersprache richtig deuten“. Das greift zu kurz. Es geht darum, ein Gefühl zu entwickeln, wie sich Theorie und Praxis miteinander verzahnen – und wie viel Übung (und manchmal auch Scheitern) dazugehört, bis aus einer Unsicherheit echte Kompetenz wird. Ich glaube, darin liegt die eigentliche Belohnung: Nicht in perfekten Abläufen, sondern darin, das eigene Lernen im Team wirklich zu spüren – auch wenn es manchmal etwas chaotisch wirkt.
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